← Zum Energie-Wiki

Eine Solaranlage braucht Licht, ihre Leistung schwankt aber mit Wetter und Jahreszeit. Weder ein trüber Tag noch ein sonniger Mittag beschreiben den Jahresertrag. Gute Planung trennt Leistung, Energiemenge und den Zeitpunkt des eigenen Verbrauchs.

Licht besteht aus mehreren Anteilen

Die stündlichen Datensätze des EU Joint Research Centre unterscheiden direkte, diffuse und reflektierte Strahlungsanteile. Diffuses Licht ist gestreutes Licht. Wolken bedeuten deshalb nicht automatisch, dass kein nutzbares Licht mehr ankommt. Aus dieser Unterscheidung folgt aber keine feste Leistung für jeden bewölkten Tag. Die genaue Wetterlage und der Standort bleiben wichtig.

Fachquellen zur Einordnung: EU Joint Research Centre: Stündliche Strahlungs- und PV-Daten

Warum Monatswerte mehr erklären

PVGIS stellt standortbezogene Angaben zu Solarstrahlung und PV-Leistung bereit. EUMETSAT erklärt die Nutzung solcher Daten zur Abschätzung von Monats-, Tages- und Stundenwerten. Für die eigene Planung sollte man mehrere Zeitebenen ansehen: Der Jahreswert hilft bei der Gesamtbilanz, Monatswerte zeigen die Verteilung, Stundenwerte die zeitliche Passung. Eine gute Jahresmenge bedeutet nicht, dass der eigene Bedarf jederzeit unmittelbar vom Dach gedeckt wird.

Fachquellen zur Einordnung: EU Joint Research Centre: PVGIS – Solarstrahlung und PV-Ertrag · EUMETSAT: Estimating energy output from solar panels

Ein eigenes Rechenbeispiel

Liefert eine fiktive Anlage in einem Jahr 5.000 Kilowattstunden, wären das rechnerisch im Tagesmittel rund 13,7 Kilowattstunden. Dieses Mittel ist ausdrücklich keine Zusage für jeden Tag. Ein realer Tagesertrag kann darüber oder darunter liegen. Wer aus dem Jahresmittel eine sichere Winterversorgung ableitet, verwechselt eine aufsummierte Energiemenge mit ihrer zeitlichen Verfügbarkeit. Ein Speicher verschiebt vorhandene Energie, kann aber fehlenden Ertrag nicht herbeizaubern.

Fachquellen zur Einordnung: EU Joint Research Centre: PVGIS – Solarstrahlung und PV-Ertrag

Welche Angaben in ein Angebot gehören

Eigene Prüffragen für ein Angebot: Welcher Standort und welche Ausrichtung wurden gerechnet? Welche Verluste und Verschattungen wurden angenommen? Wie verteilen sich die Erträge über die Monate? Werden Eigenverbrauch und Unabhängigkeit nachvollziehbar voneinander getrennt? PVGIS kann eine erste Plausibilitätsprüfung unterstützen. Eine Modellrechnung bleibt eine Schätzung mit Annahmen und ersetzt keine Besichtigung des Dachs oder eine technische Auslegung.

Fachquellen zur Einordnung: EUMETSAT: Estimating energy output from solar panels · EU Joint Research Centre: PVGIS – Solarstrahlung und PV-Ertrag

Einfach erklärt

Solarmodule nutzen auch gestreutes Licht. Ihr Ertrag schwankt. Ein guter Jahresertrag bedeutet nicht, dass im Winter oder nachts immer genug eigener Strom da ist.

Grundlagen im Energie-Wiki

Fachquellen geprüft am 16. Oktober 2026. Studien beziehen sich auf die genannten Zeiträume und Annahmen. Eigene Rechenbeispiele und Prüffragen sind als solche gekennzeichnet. Mit KI erstellt; redaktionell verantwortlich ist Simon Büchi.