Weniger Verbrennung kann nicht nur dem Klima helfen. Sie kann auch bestimmte Luftschadstoffemissionen verringern. Welche Wirkung vor Ort entsteht, hängt aber von der ersetzten Technik und weiteren Quellen ab.
Zwei Probleme auseinanderhalten
Bei Energiefragen werden Klimagase und klassische Luftschadstoffe häufig vermischt. Das Umweltbundesamt bilanziert beispielsweise Kohlendioxid als Klimagas und zusätzlich Stoffe wie Stickoxide, Schwefeldioxid und Feinstaub. Diese Kategorien beantworten unterschiedliche Fragen. Ein niedriger CO₂-Wert allein sagt nicht, dass eine Technik bei allen anderen Umweltwirkungen günstig abschneidet.
Quelle: Umweltbundesamt: Energiebedingte Emissionen von Klimagasen und Luftschadstoffen
Wo Luftschadstoffe herkommen
Nach den UBA-Übersichten spielen Verbrennungsprozesse für viele Luftschadstoffe eine wichtige Rolle. Neben der Energieindustrie zählen unter anderem Verkehr und kleinere Feuerungsanlagen zu den Quellen. Die jeweilige Bedeutung unterscheidet sich je nach Stoff. Daher wäre es falsch, sämtliche Luftbelastung allein einem Energieträger oder allein dem Stromsektor zuzuschreiben.
Quelle: Umweltbundesamt: Quellen der Luftschadstoffe
Warum Feinstaub mehr als sichtbarer Rauch ist
Das UBA unterscheidet direkt freigesetzte Partikel und sekundären Feinstaub. Letzterer entsteht aus gasförmigen Vorläuferstoffen in der Atmosphäre. Ob ein Auspuff oder Schornstein sichtbar raucht, ist deshalb kein vollständiger Maßstab. Wer über Luftqualität spricht, sollte Messgröße, Ort und Zeitraum nennen und Emissionen an der Quelle von der späteren Belastung der Umgebung unterscheiden.
Quelle: Umweltbundesamt: Feinstaub – Entstehung und Einordnung
Welchen Beitrag Erneuerbare leisten können
Wenn Wind- oder Solarstrom tatsächlich Strom aus Verbrennungsanlagen ersetzt, verändert das die Emissionsbilanz. Das ist ein möglicher zusätzlicher Nutzen neben der Treibhausgasminderung. Die Größe des Effekts hängt vom Vergleichsfall ab. Herstellung, Transport und weitere Quellen bleiben ebenfalls zu betrachten. Daraus folgt weder eine bestimmte Verbesserung an jeder Messstation noch eine individuelle Gesundheitsprognose. Für eine Gemeinde ist sinnvoll zu fragen, welche konkreten Verbrennungsvorgänge entfallen und welche Belastungen daneben bestehen bleiben.
Quelle: Umweltbundesamt: Energiebedingte Emissionen von Klimagasen und Luftschadstoffen · Umweltbundesamt: Quellen der Luftschadstoffe
Einfach erklärt
Beim Verbrennen entstehen verschiedene Stoffe. Einige erwärmen das Klima, andere verschmutzen die Luft. Weniger Verbrennung kann bei beiden Problemen helfen.
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Quellen geprüft am 15. Oktober 2026. Die Aussagen und Untersuchungen gelten für die jeweils genannten Bedingungen und Zeiträume. Mit KI erstellt; redaktionell verantwortlich ist Simon Büchi.
