Phasen mit wenig Wind- und Solarstrom sind eine reale Planungsaufgabe. Sie sind weder mit einem automatischen Blackout gleichzusetzen noch durch den Hinweis auf irgendeinen Speicher schon erledigt. Entscheidend sind Leistung, Energiemenge und verfügbare Ergänzungen.
Was während einer Dunkelflaute fehlt
Wenn Wind und Sonne wenig Strom liefern, muss ein größerer Anteil des Bedarfs anderweitig gedeckt oder zeitlich verschoben werden. Wie groß die Aufgabe ist, hängt auch vom Verbrauch ab. Ein kurzes Tief und eine längere gemeinsame Schwachphase sind unterschiedliche Fälle. Versorgungssicherheitsanalysen betrachten deshalb Szenarien statt nur einer einzelnen Momentaufnahme aus einer Erzeugungsgrafik.
Quelle: Bundesnetzagentur: Monitoring der Versorgungssicherheit, Bericht 2025 bis 2035
Welche Bausteine sich ergänzen
Netze ermöglichen räumlichen Ausgleich. Speicher verschieben Energie in der Zeit. Flexible Verbraucher können einen Teil ihres Bedarfs anpassen. Steuerbare Erzeugung ergänzt fehlende Leistung. Das UBA unterscheidet kurz- und längerfristige Speichertechniken; diese erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Keine einzelne dieser Möglichkeiten sollte ohne passende Größenordnung als Lösung für jede Wetterlage verkauft werden.
Quelle: Umweltbundesamt: Stromspeicher, Stand 23.3.2026
Ein eigenes Größenbeispiel
Eine rechnerische Lücke von einem Gigawatt über zehn Stunden entspricht zehn Gigawattstunden Energie. Das ist ein fiktives Rechenbeispiel, keine Vorhersage für Deutschland. Die Angabe eines Speichers in Gigawatt beschreibt zunächst seine Leistung. Um die Dauer zu bewerten, braucht man zusätzlich den nutzbaren Energievorrat sowie Verluste und Betriebsgrenzen. Eine hohe Zahl auf einem Leistungsdiagramm beantwortet die Energiefrage deshalb noch nicht.
Quelle: Umweltbundesamt: Stromspeicher, Stand 23.3.2026
Was der Bericht tatsächlich zusagt
Das Monitoring der Bundesnetzagentur von 2025 untersucht die Entwicklung bis 2035 unter verschiedenen Annahmen. Seine Aussage zur künftigen Versorgung ist an zusätzliche steuerbare Kapazitäten und weitere Entwicklungen gebunden. Verzögerungen können den Bedarf erhöhen. Das ist weder eine bedingungslose Entwarnung noch die Vorhersage eines unvermeidlichen Zusammenbruchs. Im Gespräch sollte man fragen, welches Szenario gemeint ist und ob dessen Voraussetzungen erfüllt werden.
Quelle: Bundesnetzagentur: Monitoring der Versorgungssicherheit, Bericht 2025 bis 2035
Einfach erklärt
Bei wenig Wind und Sonne muss Strom anders bereitstehen. Dafür müssen Netze, Speicher, Kraftwerke und Verbrauch zusammenpassen. Das muss man rechtzeitig planen.
Passend dazu
Quellen geprüft am 16. Oktober 2026. Die Aussagen und Untersuchungen gelten für die jeweils genannten Bedingungen und Zeiträume. Mit KI erstellt; redaktionell verantwortlich ist Simon Büchi.
