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Geprüfte Originalfundstelle: AfD: Bundestagswahlprogramm 2021, Abschnitt Freiflächen-Photovoltaik · 2021.

Das historische Bundestagswahlprogramm 2021 lehnt neue Freiflächen-PV ab und nennt unter anderem die Entwertung landwirtschaftlicher Produktionsflächen. Das Jahr ist belegt; ein genauer Veröffentlichungs- oder Beschlusstag wird nicht aus dem Dateinamen geraten und die Position nicht als neu beschlossen ausgegeben.

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Die kurze Antwort

Ein gewöhnlicher Solarpark verändert die bisherige landwirtschaftliche Nutzung und kann Flächenkonkurrenz auslösen. Bei Agri-PV werden Landwirtschaft und Stromproduktion gezielt kombiniert. Welche Erträge und Bodenwirkungen entstehen, hängt von Kultur, Standort und Aufbau ab. Eine pauschale Entwertung aller Flächen folgt deshalb nicht allein daraus, dass dort Solarmodule stehen.

Flächenkonkurrenz nicht verschweigen

Flächen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ein gewöhnlicher Solarpark kann die bisherige Ackerbewirtschaftung ersetzen und damit einen Nutzungskonflikt schaffen. Ob das sinnvoll ist, hängt auch von verfügbaren Alternativen und den Eigenschaften der Fläche ab. Eine Einordnung darf diese Frage nicht mit dem bloßen Hinweis auf günstigen Solarstrom abtun. Umgekehrt bedeutet eine geänderte Nutzung nicht automatisch, dass der Boden dauerhaft verloren oder vollständig versiegelt ist.

Fachquellen zur Einordnung: LfU Bayern: Bodenschutz bei Freiflächen-PV; geprüft 16.10.2026 · Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik; geprüft 16.10.2026

Agri-PV ist ein anderes Nutzungskonzept

Fraunhofer ISE beschreibt Agri-PV ausdrücklich als Verbindung von landwirtschaftlicher Produktion und Photovoltaik auf derselben Fläche. Die Ausgestaltung reicht von speziellen Aufbauten für Kulturen bis zu Kombinationen mit Grünland. Deshalb muss der Vergleich die konkrete Anlage nennen. Ein hoch aufgeständertes System mit fortgesetztem Anbau hat andere Anforderungen als ein gewöhnlicher Solarpark. Die Doppelnutzung ist eine reale Planungsoption, aber keine Garantie gleicher Erträge bei jeder Kultur.

Fachquellen zur Einordnung: Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik; geprüft 16.10.2026

Erträge und Boden vor Ort prüfen

Für eine Entscheidung braucht es Angaben zur Kultur, zum Schattenwurf, zur Wasserverteilung und zur Bewirtschaftbarkeit. Das LfU nennt außerdem Bodenschutz bei Befahrungen und Bauarbeiten als wichtige Aufgabe. Wer Ertragseinbußen oder Vorteile verspricht, sollte den Standort und die Vergleichsnutzung offenlegen. Eine sachgerechte Abwägung kann geeignete Doppelnutzung ermöglichen oder gegen ein ungeeignetes Vorhaben sprechen. Das pauschale Urteil über sämtliche landwirtschaftlichen PV-Flächen leistet diese Prüfung nicht.

Fachquellen zur Einordnung: LfU Bayern: Bodenschutz bei Freiflächen-PV; geprüft 16.10.2026 · Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik; geprüft 16.10.2026

Einfach erklärt

Solarstrom und Landwirtschaft müssen sich nicht immer ausschließen. Bei Agri-PV wird beides auf einer Fläche geplant. Ob das gut funktioniert, hängt von Pflanzen, Boden und Aufbau ab.

Grundlagen im Energie-Wiki

Fachquellen geprüft am 16. Oktober 2026. Studien beziehen sich auf die genannten Zeiträume und Annahmen. Eigene Rechenbeispiele und Prüffragen sind als solche gekennzeichnet. Mit KI erstellt; redaktionell verantwortlich ist Simon Büchi.